Veröffentlicht inScience

Physik: Forscher entdecken eigenartiges Partikel – „äußerst mysteriös“

Neutrinos sind neutrale Teilchen mit einer winzigen Masse. Ihre Existenz ist schon lange bewiesen, aber hin und wieder werden neue Exemplare entdeckt, die alle Vorstellungen sprengen.

Ansicht eines Physik-Partikels unter Wasser (KI-generiertes Bild).
© futurezone.de via Midjourney

Was sind Gravitationswellen?

Albert Einstein stellte mit seiner allgemeinen Relativitätstheorie unser Verständnis von Physik auf den Kopf. Demnach krümmen schwere Objekte im Universum die Raumzeit.

Eine aktuelle Entdeckung in der Welt der Physik löst bei der Forschung Überraschung aus. Offenbar gelang es einigen Wissenschaftler*innen, eine neue Form eines Neutrinos zu entdecken, das auch als „Geisterpartikel“ bekannt ist.

Physik: Unter Wasser spukt es

Bei der Entdeckung handelt es sich genauer um ein nahezu masseloses Neutrino, das eine Energie von etwa 220 PeV aufweist und außergewöhnlich schnell unterwegs ist. Die Einheit „PeV“ steht für „Petaelektronenvolt“. Ein Elektronenvolt ist eine in der Teilchenphysik weitläufig genutzte Maßeinheit. Es gibt die kinetische Energie des Elektrons an, in diesem Fall ist sie besonders hoch.

Mit diesem Wert ist das entdeckte Neutrino mit der Designation „KM3-230213A“ das höchst geladene Partikel seiner Art, das jemals ausgemacht werden konnte. In der ganzen Physik gab es bislang keinen vergleichbaren Fund, weswegen dieser auch bereits international beginnt, Schlagzeilen zu machen.

„Neutrinos sind eine äußerst mysteriöse Variante der Elementarteilchen“, erklärte Paschal Coyle, einer der beteiligten Forscher, gegenüber Eurekalert. Für ihn handelt es sich hier um eine besonders „bemerkenswerte Entdeckung“, die für die Physik große Bedeutung hat. Bei der Suche nach neuen Partikeln motiviert die Forschung vor allem der Versuch, die Welt und ihre Funktionsweise besser erklären zu können, wobei der aktuelle Fund einige Hilfen bereitstellen könnte.

Auch interessant: Physik: Erste Darstellung eines Photons gelungen

Dieser ORCA ist kein Wal

Möglich war der Fund von „KM3-230213A“ nur mithilfe eines speziellen Teleskops, das sich derzeit eigentlich noch in der Konstruktionsphase befindet. Es soll eines Tages, wenn alles fertiggestellt ist, einen Raum von mehr als einem Kubikkilometer einnehmen, befindet sich aber an einem ungewöhnlichen Ort: unter Wasser. Es soll dabei der Physik dienen, um in diesem speziellen Umfeld genau die Partikel zu erforschen, die es nun bei einer kleinen Untersuchungsphase bereits finden konnte.

Dabei nutzt das KM3NeT-Teleskop, wie der Koloss derzeit heißt, ARCA und ORCA. Bei beiden handelt es sich nicht um Schwertwale, sondern um Detektoren, die im Salzwasser ständig nach Neutrinos und ähnlichen Partikeln suchen. Wie beschrieben, ist der Komplex bei weitem noch nicht fertiggestellt. Aber schon jetzt konnte er beweisen, welchen Wert er eines Tages für die Physik haben wird.

Quellen: Eurekalert

Seit dem 24. Februar 2022 herrscht Krieg in der Ukraine. Hier kannst du den Betroffenen helfen.

Das Titelbild dieses Artikels wurde von der Redaktion unter Verwendung Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

Du willst mehr von uns lesen? Folge uns auf Google News.