Es gibt im Weltall zahlreiche Himmelskörper, die für die Forschung interessant sind. Besonders bei Welten, die nicht in unserem Sonnensystem liegen, ist eine Untersuchung allerdings schwer. Mittels moderner Methoden konnten Forscher*innen nun einen riesigen Gasplaneten unter die Lupe nehmen.
„Super-Jupiter“ im Weltall: Dieser Planet hat Geheimnisse
Bei dem Planeten SIMP 0136 handelt es sich um einen Himmelskörper im Weltall, der etwa dreizehnmal die Masse des Jupiter aufweist. Die NASA bezeichnet ihn deswegen als „Super-Jupiter“, wie sein Namensvetter ebenfalls größtenteils aus Gas besteht, auch wenn ein fester Kern vermutet wird. Gasplaneten stellen für die Forschung immer noch zu großen Teilen ein Rätsel dar, weswegen der weit entfernte Gigant nun durchleuchtet wurde. Dabei nutzten die Wissenschaftler*innen das hochentwickelte James-Webb-Teleskop im Orbit der Erde.
Dabei analysierten die Forscher*innen vor allem die Atmosphäre des riesigen Planeten. Wichtig ist hier vor allem die Zusammensetzung der verschiedenen Schichten. Bis heute ist nämlich unklar, wie genau diese bei Gasplaneten kombiniert sind. Mithilfe der Analyse von den Radiowellen, die von dem Himmelskörper durchs Weltall rasen, konnte das Team einige aufschlussreiche Ergebnisse erlangen. So gibt es offenbar auf der Welt Wolken, die aus Eisenpartikeln bestehen, und andere, in denen Minerale herumwirbeln, wie die NASA angibt.
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Das bedeutet der Fund
Die verschiedenen Wolken, die die Forscher*innen durch das Weltall identifizieren konnten, könnten dabei verschiedene Schichten repräsentieren. Laut Johanna Vos, einer beteiligten Wissenschaftlerin vom Trinity College in Dublin, ist das Spektrum der verschiedenen Stoffe beeindruckend: „Es ist unglaublich, all diese Veränderungen in wenigen Minuten zu sehen“, erklärte sie der NASA zufolge.
Zugleich gibt es offenbar einige schwer erklärbare Hitzestellen auf dem Gasplaneten, die möglicherweise von aufschwellendem heißen Gas herrühren. Das ist ein weiterer Hinweis auf tiefere Schichten in der Atmosphäre, von wo diese Gaswolken stammen könnten. Signifikant sind an der ganzen Entdeckung nicht nur die Funde selbst, sondern auch der Fakt, dass all das durch das Weltall auf einer Distanz von fast zwanzig Lichtjahren gemessen werden konnte.
Quellen: NASA
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